Die Wissenspuzzlerin - Beatrice Mack im Portrait

Als IT Specialist sorgt sie für eine nahtlose Kommunikation zwischen BWI-Experten und Kunden. Als Fotografin porträtiert sie gefühlvoll die „Gesichter Bonns“. Hier erzählt Beatrice Mack, wie sie mit diplomatischem Geschick und viel Leidenschaft ihren Weg geht.

Seit Anfang des Jahres ist Beatrice Mack bei der BWI Systeme GmbH in Bonn angestellt. Das Unternehmen kennt sie schon länger: 2007 stieg sie direkt nach ihrem BA-Abschluss bei IBM ein. „In meiner Abschlussarbeit habe ich untersucht, wie sich sensible Daten über die Sichere Inter-Netzwerk Architektur (SINA) noch effizienter verschlüsseln lassen. Die Technologie ist ein Muss für Behörden, Geheimdienste, Streitkräfte – und damit auch für die BWI.“ Damit war sie bestens für das Großprojekt HERKULES qualifiziert.

Ein Multitalent

Dass sie nicht nur ein Talent für die Kryptografie besitzt, bewies Mack in mehreren anderen Projekten. So schulte sie Kollegen im Umgang mit neuen Systemen, assistierte dem Projektmanagement und unterstützte den Kommunikationsverbund Lotus Notes der Bundeswehr (KVLNBw). Dann wechselte sie zur BWI. Warum? „Nach fast einem Jahrzehnt in BWI-Projekten lag es nahe, direkt bei dem Unternehmen anzufangen. Ich kannte die Prozesse und fühlte mich in der offenen, freundschaftlichen Atmosphäre einfach wohl.“

Heute ist sie für das Testmanagement zuständig und leitet die Servicedokumentation. Es sind anspruchsvolle Aufgaben: An den Testläufen sind mehrere Entwickler, Release-Manager und Service-Owner im KVLNBw beteiligt. Jeder ist Experte für seinen Bereich, kennt aber die vor- und nachgelagerten Prozesse nur teilweise.

„Ich puzzle das Wissen meiner Kollegen zu einem vollständigen Bild zusammen, damit alle dasselbe Verständnis haben. Das ist vor allem dann spannend, wenn ein Releasewechsel ansteht und mehrere Systeme erneuert werden.“ Denn dann müssen die Experten mehrere Umgebungen parallel testen und dabei alle Abhängigkeiten im Blick behalten. Das Upgrade eines Systems darf nicht dazu führen, dass ein anderes Probleme macht.

Nah dran am Kunden

Mack sorgt außerdem dafür, dass alle BWI-Serviceleistungen im KVLNBw umfassend dokumentiert werden. Dazu zählt beispielsweise, welche Leistungen ein Kunde erwartet und wie das Ganze technisch umgesetzt wurde. „Nicht alle Programmierer sind Freunde aufwendiger Dokumentationen“, lacht Mack. „Sie wollen einfach nur, dass alles funktioniert.“ Aber die Dokumentation ist wichtig, weil sich Systeme oder Schnittstellen mit jedem Release ändern können. Nur wenn klar ist, wie alles zusammenhängt und was neu programmiert wurde, funktioniert der Service für den Kunden weiterhin perfekt.

Der Vielfalt Bonns ein Gesicht geben

Beatrice Mack (Bildquelle: privat)

Beatrice Mack (Bildquelle: privat)

So analytisch Mack ihren beruflichen Aufgaben nachgeht, so kreativ lebt sie ihre Freizeit. Die begeisterte Fotografin fängt besonders gern emotionale Momente ein. Unter ihrem Geburtsnamen Beatrice Treydel erschien der Bildband „Gesichter Bonns. 100 Gründe Bonn zu lieben“, in dem sie ein einfühlsames Porträt der Rheinmetropole zeichnet.

Dazu fotografierte Mack 100 Menschen aus 20 Nationen, vom Gemüsehändler bis zum TV-Promi, vom Kleinkind bis zur Generation Ü80, und ließ sich deren Biographien erzählen. Welche Geschichte hat sie besonders bewegt? „Die 65-jährige Frau aus Dublin, die im ,Summer of Love‘ 1969 nach Deutschland kam und hier ihre große Liebe fand. Sie musste zurück in ihre Heimat, aber ihr Freund schrieb ihr jeden Tag – sie entschloss sich, zu ihm nach Bonn zu ziehen. Sie fand eine Anstellung in der irischen Botschaft und lebt heute noch hier, zusammen mit ihrem Mann.“

Vor Kurzem hat auch Mack geheiratet, im September bekommt sie ihr erstes Kind. Wie sich ihr Team bei der BWI wohl ohne sie zurechtfinden wird? „Mal sehen, ob meine Kollegen das Testmanagement ordentlich weiterpflegen, bis ich aus der Babypause zurückkomme“, sagt sie augenzwinkernd.

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